Fachtagung: „Begabungen fördern – in Netzwerken denken“

08-11-2013

Ein kurzer Eindruck von der Konferenz Foto: © Richard Retka
Ein kurzer Eindruck von der Konferenz Foto: © Richard Retka

heureka! Zentrum für Begabungsförderung in Vorpommern

in Kooperation mit dem Alexander-von-Humboldt-Gymnasium Greifswald

 

26. Oktober 2013

Audimax der Universität Greifswald

 

Wie wertvoll Kinder sind, welchen wichtigen Anteil sie mit ihren jeweils speziellen Begabungen schon jetzt aber vor allem in Zukunft an der Entwicklung unserer Gesellschaft haben, ist uns wohl ebenso bewusst, wie der Wert des „Rohstoffs Wissen“. Beides zusammen zu bringen, Kinder mit speziellen Begabungen zu erkennen, sie mit dem von ihnen verlangten Wissen zu versorgen und sie zu fördern, hat sich das heureka! Zentrum für Begabungsförderung in Vorpommern zur Aufgabe gemacht. Ziel war es, auf Probleme und vor allem Chancen im Umgang mit Kindern in ihrem häuslichen und schulischen Umfeld aufmerksam zu machen, Eltern und Pädagogen mit Informationen, Beratung aber auch praktischer Hilfe zu unterstützen.

Seit der Gründung des Zentrums im Jahr 2011 hat sich aus dieser Initiative ein überaus fruchtbringendes Netzwerk aus Eltern mit begabten Kindern und Fachleuten entwickelt, das mittlerweile auf vielfältige Weise zusammenwirkt. So lag es nahe, „Begabungen fördern – in Netzwerken denken“ nicht allein auf der Homepage des Zentrums (www.heureka-begabungsfoerderung.de), sondern vielmehr auch in einem größeren Rahmen einmal öffentlich zu thematisieren, was mit der ersten Tagung am 26. Oktober 2013 nun Wirklichkeit wurde.

Zu dieser als Fortbildungs- und Informationsveranstaltung ausgelegten Tagung, die mit sehr herzlichen Grußworten von Herrn Burmeister, dem Schulleiter des Alexander-von-Humboldt Gymnasiums Greifswald, eröffnet wurde, kamen 80 Pädagogen, Lehrer, Eltern und am Thema Interessierte. Nach einem Einführungsvortrag von Frau Dr. Claudia Schaumann-Kuchling zur Arbeit und Leistungsfähigkeit des heureka! Zentrums für Begabungsförderung in Vorpommern, sprach Prof. Dr. Thomas Trautmann über ‚Begabungsprofile’ von Kindern. Anschaulich und auch für Laien sympathisch und verständlich vermittelte er einen Eindruck von der Vielfalt und Individualität von Begabungen; Frau Prof. Dr. Mandy Fuchs entwarf wertvolle Perspektiven für den pädagogischen Alltag als „Inklusive Begabungsförderung“ – praktikable „Möglichkeiten der Förderung individueller Stärken von Kindern in heterogenen Lerngruppen in Kita und Grundschule“; Schulrätin Iris Großgasteiger richtete sich mit der Vorstellung ihres Forschungsprojekts „KLIKK“ vor allem an Eltern mit begabten Kindern.

In sechs Workshops konnten am Nachmittag praxisnahe Themen im kleineren Kreis vertieft werden mit den Schwerpunkten (1) Erkennung von begabten Kindern in Kita und Grundschule, (2) begabungsfördernder Unterricht, (3) Förderung mathematisch begabter Kinder in der Kita, (4) Leben und Arbeiten mit begabten Kindern, (5) Training für Eltern begabter Kinder sowie (6) Was Schule für Hochbegabte leisten kann.

Schüler des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums präsentierten ihre neuesten Entwicklungen und Erfindungen. Schüler der 12. Klasse des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums waren es auch, die die Organisation unterstützten und, was viel wichtiger war, das Catering eigenverantwortlich und mit Hingabe übernahmen. Es gab Obst, Getränke, ein sehr schmackhaftes und von vielen Teilnehmern gelobtes Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen. Für die musikalische Umrahmung sorgten Geigenschülerinnen der „ersten Generation“ von Diplom-Musikinstrumentalpädagogin Kati Berry, Lehrerin an der Montessori Musikschule e. V. Greifswald. Für finanziellen und organisatorischen Support darf insbesondere der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald als Hausherrin gedankt werden, der Karg-Stiftung, der Sparkasse Vorpommern sowie dem Druckhaus Panzig.

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